MiniMidiMami für Jerseymutti- Jeanskleid

Hallo Nähwelt!

Na, wo bin ich denn jetzt gelandet!?

Da näht man in seinem finsteren Kämmerlein still vor sich hin (- mein Nähzimmer hat NOCH keine Fenster) und plötzlich findet man sich selbst posierend auf einem Feld wieder.

So ungefähr ist es mir ergangen.

Aber ich nehm Euch mal mit an die Anfänge! Die ersten Erfahrungen an der Nähmaschine habe ich in der Mädchenhauptschule im Jahre Schnee gemacht. Wer kennt es nicht – die in der Schule genähten Topflappen, Schürzen und Untersetzer.
Meine erste eigene Nähmaschine habe ich bekommen, als meinem Erstgeborenen alle Hosen über den knochigen Popsch gerutscht sind. Aus ausrangierten Sweathosen meines Mannes habe ich kleine schmale Pumphosen genäht – allein unter der Anleitung von Y*uTube-Videos.

Diese ersten Versuche, in die Schneiderleinszene zu schnuppern, sind nun acht Jahre her. Vieles hat sich seitdem verändert – einiges aber auch nicht.

Zum einen vernähe ich immer noch gern Jersey, Sweat und Konsorten. Aber immer öfter reizt mich auch die Herausforderung. So wie mit dem traumhaften bestickten Chambray Jeansstoff (Hier) auf den Bildern, die ich Euch mitgebracht habe.

Der Personenkreis, für den ich nähe hat sich ein wenig erweitert. Ich bin mittlerweile zweifache Jungsmami und beide Rabauken tragen mit Vorliebe „mama-made“. Sogar meinem Liebsten habe ich schon das eine oder andere Stück genäht, das er auch tatsächlich trägt – aber er ist schon bedeutend wählerischer als die zwei Prinzen. Auch für mich selbst lasse ich die Maschinen glühen – fast vorrangig würde ich behaupten.

Was sich allerdings verändert hat in den letzten (Näh)Jahren ist mein Fuhrpark. Man wächst nicht nur selbst mit der Herausforderung – nein, auch seine Ansprüche! Darum nenne ich stolze vier Nähmaschinen mittlerweile mein Eigentum – dafür (und nicht nur dafür) erklärt mich mein Liebster ab und an für verrückt. JA, DAS BIN ICH WOHL AUCH ein wenig. Ich bin verrückt nach meinem Hobby!

Und das hat sich auch verändert. Was ich zuerst still und leise zu Hause zusammen getackert habe und maximal meiner Mama gezeigt habe, trage ich heute mit Vorliebe in die digitale Welt hinaus. Ich freu‘ mich, meine Werke mit anderen zu teilen, inspiriere hoffentlich die eine oder andere und lasse mich gern von Gleichgesinnten inspirieren.

So habe ich mich für diesen schönen Stoff unter anderem von PattyDoo inspirieren lassen . Aber generell sind mir viele Kleider mit ähnlichen Stoffen untergekommen (Jeanskleid mit Stickerei). Also habe ich mich auf Schnittmustersuche begeben und bin beim Jeanskleid von Lillesol&Pelle gelandet.

Ich gebe es zu, das Kleid ist kein schnelles Projekt. Denn das Blusenoberteil hat eigentlich (fast) alles, was mir Angst macht. So ein Kragen ist ja kein Sonntagsspaziergang. Und eine Knopfleiste beschäftigt auch die Gehirnzellen. Das Stickmuster im Rockteil überall dort zu haben, wo ich es mir (als bekennender Nähmonk) vorstelle, hat mich etwas (Schnittmuster)Bastelei gekostet.

Nach den Aufregungen mit dem Kleid, brauche ich unbedingt wieder ein schnelles Projekt! Wer hat eine Idee für mich?

Seid gespannt, was kommt!

Bleibt kreativ,
Tanja

 

Schnitt: Jeanskleid von Lillesol&Pelle in Größe 40

Stoff: Jeans mit Stickerei

Zeitaufwand: ca 6 Stunden all inclusive

zu sehen bei: Create in Austria, RUMS

3 Idee über “MiniMidiMami für Jerseymutti- Jeanskleid

  1. Birgit Loewin.g sagt:

    Phuu… so ein Blusenoberteil hat es in sich… Respekt… hast du toll gemacht.. und die Monk’sche Rockmusterbastelei kann ich nachvollziehen.. Wer hat man zu mir gesagt “Na, Baumwolle is nix für mi… i näh nur Jersey” .. naja ist schon ein paar Jährchen her…
    Ich brauche ja mehr oder weniger nach jedem Jerseyding unbedingt etwas aus Webware , weil das so schön liegt, so extakt zu verarbeiten ist und nix flutscht….

    Freut mich dass du deine Sachen immer genre herzeigtst
    <3 Birgit

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